Primärproduktion

Da man nur von gesunden Tieren gesunde Lebensmittel gewinnen kann, müssen Futtermittel und die Fütterung selber, die Haltungsbedingungen und -hygiene, aber auch die Anwendung von Arzneimitteln hohen Ansprüchen genügen. Auch für Tierarten, die im Einzelfall als Heimtiere gehalten werden wie Pferde oder Kaninchen gelten grundsätzlich diese Vorgaben und Ausnahmen müssen klar nachvollziehbar sein.

Milch-, Eier- und Honigproduktion und die Nutztiere selber

Die Verkehrsmilch selber wird durch 24 jährlich gefasste Milchproben der Ablieferungsmilch in einem akkreditierten Labor untersucht, zusätzlich finden jährliche Programme des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) für die Untersuchung von Fremdstoffen in der Milch statt.

Die Eier werden nach einem gesamteuropäischen Konzept je nach Grösse und Risiko des Betriebs regelmässig auf Salmonellen untersucht, da dadurch Infektionen der Konsumenten vermieden werden sollen.

Auch Honig wird regelmässig auf Rückstände in besonderen Programmen untersucht.

Nach einem gesamtschweizerischen jährlichen Programm werden auch die Nutztiere selber auf Rückstände untersucht, um z.B. auszuschliessen, dass unerlaubte Arzneimittel im Einsatz sind. Ob die Tierhalterinnen und Tierhalter ihre Selbstkontrolle ausreichend wahrnehmen und die Vorgaben der Primärproduktion (Hygiene, Rückverfolgbarkeit, Dokumentation) einhalten, wird ca. alle 4 Jahre bei einer Betriebskontrolle durch das Veterinäramt überprüft.

Amtstierärztliche Kontrollen

Eine vertiefte Betriebskontrolle findet ca. alle 12 Jahre durch einen amtlichen Tierarzt statt. Seit einigen Jahren kontrollieren die kantonalen Veterinärämter nach Vorgaben des Bundes die Tierarzneimittelanwendung (Lagerung, Rechtmässigkeit, zusätzliche Etikette, Anwendungsanweisungen, Behandlungsjournal und Inventarliste für Tierarzneimittel), die Tierverkehrsvorgaben (Markierung, Tierverzeichnis, Begleitdokumente) sowie die Tier- und Eutergesundheit.