Entsorgung von tierischen Nebenprodukten

Quelle: Proviande

Von tierischen Nebenprodukten (TNP), wozu tote Tiere und Schlachtabfälle gehören, kann ein Hygiene- und Seuchenrisiko ausgehen. Aus diesem Grund sind Sammelstellen, gewerblicher Transport sowie die Entsorgung von Tierkadavern und anderen tierischen Nebenprodukten bewilligungspflichtig.

Umgang mit Schlachtabfällen

Tierische Nebenprodukte, die beim Schlachten und Zerlegen von Tieren anfallen (Häute, Knochen, Innereien etc.), sind korrekt zu entsorgen. Für die gewerbliche Entsorgung (diese beinhaltet das Sammeln, Lagern, Zwischenlagern, Transportieren, Befördern, Verarbeiten oder Verwerten von TNP) ist beim Veta eine Bewilligung zu beantragen.
→ Gesuchsformular: Entsorgung von tierischen Nebenprodukten

Entsorgen von toten Tieren

Jede Gemeinde betreibt – einzeln oder mit anderen Gemeinden zusammen – eine Sammelstelle, wo tote Heimtiere und kleine Nutztiere abzugeben sind. Die Standorte sind im Abfallkalender der jeweiligen Gemeinde aufgeführt. Alle in diesen Sammelstellen abgegebenen tierischen Abfälle werden in eine RTS (Regionale Tierkörper-Sammelstelle, vormals REKAS) transportiert, wo sie von der TMF Bazenheid abgeholt werden. In der TMF Bazenheid werden sie zu Mehlen und Fetten verarbeitet, die energetisch genutzt werden.

Grosstierkörper ab 200 kg holt die TMF Bazenheid auf Anmeldung (Tel. 071 931 40 40) direkt vom Hof ab.

Die Kosten für die Entsorgung von toten Tieren und TNP werden den Gemeinden in Rechnung gestellt. Je nach Gemeindeverordnung werden sie den Inhaberinnen oder Inhabern der TNP weiterverrechnet.

Entsorgen von inländischen Speiseresten

Seit dem 1. Juli 2011 ist es verboten, Speiseresten an Schweine und andere Nutztiere zu verfüttern. Diese Massnahme soll verhindern, dass auf diesem Weg Tierseuchen eingeschleppt werden. Speiseresten aus Restaurants und Grossküchen dienen der Energiegewinnung und werden in Vergärungsanlagen entsorgt. Das Sammeln, Transportieren, Zwischenlagern und Verarbeiten von Speiseresten ist beim Veterinäramt meldepflichtig und benötigt eine Bewilligung. Wer Speiseresten abgibt, hat sich zu vergewissern, dass die nötige Bewilligung vorhanden ist: Die Liste der im Kanton Zürich bewilligten Betriebe zur Entsorgung von inländischen Speiseresten gibt Auskunft darüber. Weitere Informationen enthält das Merkblatt über die Entsorgung von Speiseresten.