Tiere fachgerecht töten

Wenn Tiere getötet werden müssen, hat dies stets fachgerecht zu geschehen. Das gilt nicht nur beim Schlachten, sondern auch, wenn ein krankes oder verletztes Tier zur Leidensbegrenzung getötet werden muss.

Kriterien für das fachgerechte Töten

Die gewählte Methode muss tierschutzkonform und sicher sein. Das heisst:
→ Die Methode muss unverzüglich zum Bewusstseinsverlust führen.
→ Der Bewusstseinsverlust muss bis zum Todeseintritt anhalten.
→ Die Methode muss ein minimiertes Risiko für Fehlbetäubung aufweisen.
→ Die gewählte Tötungsmethode muss sicher zum Tod des Tieres führen.
→ Der Tötungsvorgang muss bis zum Eintritt des Todes überwacht werden.

Es müssen schonende Bedingungen eingehalten werden. Das bedeutet:
→ Die Tötung muss angst- und stressfrei sowie schmerzlos erfolgen.
→ Die Tötung muss ohne Verzögerung durchgeführt werden.
→ Die Tötung muss von einer fachkundigen Person* ausgeführt werden.

*Gemäss Art. 177 1bis TSchV gelten Personen als fachkundig, die sich unter kundiger Anleitung und Aufsicht die notwendigen Kenntnisse und die praktische Erfahrung mit der Tötung eines Tieres aneignen konnten und regelmässig Tiere töten.

Verbotene Methoden

Tiere dürfen nicht auf qualvolle Art getötet werden.
→ Methoden, die ein langsames Sterben bewirken, allenfalls verbunden mit Schmerz oder Angst, sind verboten. Tiere dürfen somit nicht ertränkt, erstickt oder tiefgekühlt werden.

Methoden, bei denen die oben erwähnten Kriterien für das fachgerechte Töten nicht erfüllt sind, sind unzulässig.
→ Wenn das Risiko besteht, dass kein unverzüglicher Bewusstseinsverlust eintritt. Dies gilt für das Zu-Boden-Werfen oder das Köpfen ohne Betäubung.
→ Wenn das Risiko besteht, dass die Methode nicht sicher zum Tod führt. Das ist beim Kopfschlag ohne Entbluten der Fall.

Nicht fachkundige Personen dürfen keine Tiere töten. Sie müssen ihre Tierarztpraxis kontaktieren.