Nutztiere

Als Nutztiere gelten vor allem Tiere von Arten, die direkt oder indirekt zur Produktion von Lebensmitteln oder für eine bestimmte andere Leistung gehalten werden. In erster Linie sind das die zu den Haustieren gehörenden Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde und Geflügel. Für die Haltung sämtlicher Tierarten schreibt die Tierschutzverordnung Mindestanforderungen vor. Diese betreffen u. a. die Gehege in Bezug auf Grösse, Ausgestaltung und Belegung, die Fütterung sowie die Pflege. Auch dem Sozialverhalten der Tiere ist zwingend Rechnung zu tragen, was bedeutet, dass sozial lebende Tiere nicht einzeln gehalten werden dürfen.

Die Tierschutzverordnung nimmt die Tierhaltenden in die Verantwortung: Sie sollen die Bedürfnisse ihrer Tiere gut kennen. Deshalb gibt es Aus- und Weiterbildungsverpflichtungen für Tierhalterinnen und Tierhalter sowie für Personen, die Tierhaltende ausbilden. Für grössere Haltungen ist eine landwirtschaftliche Ausbildung nötig und für kleinere ein Sachkundenachweis.

Nach den Vorgaben des Bundes werden Nutztierhaltungen regelmässig alle 4 Jahre kontrolliert, wobei diese Kontrolle zum überwiegenden Teil zusammen mit derjenigen zum ökologischen Leistungsnachweis erfolgt. Nachkontrollen und Verdachtsabklärungen führt das Veterinäramt meist selber durch.

Gemäss Tierseuchengesetzgebung sind alle Nutztierhaltungen (auch Heimtier- und Hobbyhaltungen) zu registrieren. In einem Seuchenfall kann nur dann rasch und zielgerichtet reagiert werden, wenn die Daten zu Tierhaltungen aktuell und umfassend sind.