Ausstellungen & Märkte

Ausstellungen, Märkte und andere Veranstaltungen bedeuten eine Belastung für Tiere. Die Tierschutzverordnung gibt vor, dass diese möglichst gering zu halten ist. Deshalb müssen Tiere an Veranstaltungen von fachkundigen Personen betreut werden. Die Verantwortung für das Wohlergehen der Tiere liegt in erster Linie bei den Tierhaltenden. Die Veranstalterin ist jedoch verpflichtet, Massnahmen zu ergreifen, wenn Teilnehmende ihren Pflichten gegenüber den mitgebrachten Tieren nicht nachkommen.

Tiere, die aufgrund unzulässiger Zuchtziele gezüchtet wurden und solche, die zuchtbedingt mittlere oder schwere Belastungen zeigen, dürfen nicht mehr ausgestellt werden. Ist ein Tier durch die Situation überfordert, muss es aus den Veranstaltungsräumen weg- und anderweitig untergebracht werden. Weiter dürfen Jungtiere, die noch gesäugt werden, nur gemeinsam mit dem Muttertier ausgestellt werden. Verboten sind auch Eingriffe zur Beeinflussung der äusseren Erscheinung. Hierzu zählen das enge Einbinden der Sprunggelenke oder der Entzug von Gewebeflüssigkeit im Bereich der Sprunggelenke zu Präsentationszwecken. Ebenso sind mechanische, physikalische oder elektrische Eingriffe am Euter sowie lange Zwischenmelkzeiten verboten, welche die natürliche Form des Euters verändern oder zu einem unnatürlichen Füllungszustand führen.

Streichelgehege an Veranstaltungen

Im Rahmen von Veranstaltungen ist es verboten, Streichelgehege mit Kaninchen, Kleinnagern oder Küken einzurichten. Ausgenommen sind permanent eingerichtete Streichelgehege, z. B. in Zoos, auf landwirtschaftlichen Betrieben oder in der Umgebung von Altersheimen.

Melde- und Bewilligungspflicht

Ausstellungen, Märkte und ähnliche Veranstaltungen mit bestimmten Tierarten sind dem kantonalen Veterinäramt im Voraus zu melden.

Veranstaltungen, an denen gewerbsmässig mit Tieren gehandelt wird, sind bewilligungspflichtig. Reichen Sie hierfür das Gesuchsformular «Handel mit Tieren» beim zuständigen kantonalen Veterinäramt ein.