Schmerzhafte Eingriffe

Zu den schmerzhaften Eingriffen am Tier zählen das Kastrieren von Kälbern, Ferkeln, Schaf- und Ziegenlämmern sowie das Enthornen von Jungtieren. Sie setzen eine entsprechende Schmerzausschaltung voraus. Tierhalterinnen und Tierhalter, die ihre Jungtiere selber enthornen oder kastrieren wollen, müssen ein dreistufiges Verfahren absolvieren:

  • Stufe 1: Besuch eines Theoriekurses mit Lernkontrolle (Erwerb des Fähigkeitsausweises)
  • Stufe 2: Praktische Übung des Eingriffs zusammen mit der Bestandestierärztin bzw. dem -tierarzt an minimal fünf Tieren pro Eingriff
  • Stufe 3: Amtliche Überprüfung zur Bescheinigung des Sachkundenachweises durch das Veterinäramt

Nach Absolvieren der Stufen 1 und 2 sowie einer entsprechenden Meldung der Bestandestierärztin oder des Bestandestierarztes ans Veterinäramt, kann die Tierhalterin oder der Tierhalter den Eingriff selbst durchführen, sofern zusätzlich die tierarzneimittelrechtlichen Vorgaben (gültige Tierarzneimittelvereinbarung) erfüllt sind. Die amtliche Überprüfung erfolgt innerhalb von zwei Jahren und umfasst die Überprüfung des Eingriffs am Tier sowie die Kontrolle der entsprechenden Dokumente. Sie ist kostenpflichtig.