Tierversuche

Der Begriff Tierversuch ist weit gefasst. So gilt jede Massnahme als Tierversuch, bei der lebende Tiere verwendet werden mit dem Ziel:

  • eine wissenschaftliche Annahme zu prüfen,
  • die Wirkung einer bestimmten Massnahme am Tier festzustellen,
  • einen Stoff zu prüfen,
  • Zellen, Organe oder Körperflüssigkeiten zu gewinnen oder zu prüfen, ausser wenn dies im Rahmen der landwirtschaftlichen Produktion, der diagnostischen oder kurativen Tätigkeit am Tier oder für den Nachweis des Gesundheitsstatus von Tierpopulationen erfolgt,
  • artfremde Organismen zu erhalten oder zu vermehren,
  • der Lehre sowie der Aus- und Weiterbildung zu dienen.

Dabei werden nicht belastende (Schweregrad 0) und belastende Tierversuche unterschieden (Schweregrade 1-3). Für belastende Tierversuche schreibt die Tierschutzgesetzgebung vor, dass sie auf ein unerlässliches Mass zu reduzieren sind. Was das bedeutet und wie die Prüfung anlässlich des Bewilligungsverfahrens zum einzelnen Projekt abläuft, ist in detaillierten Bestimmungen der Tierschutzgesetzgebung geregelt.

Es bestehen Vorgaben zur Versuchsdurchführung, zur Haltung und Herkunft von Versuchstieren, zur Infrastruktur von Versuchstierhaltungen sowie zu den personellen Voraussetzungen. Zudem muss die gesuchstellende Person belegen, dass das Versuchsziel nicht ohne Tierversuch, nicht mit weniger Tieren oder mit weniger Belastung für die Tiere erreicht werden kann.

Bei Fragen im Zusammenhang mit Tierversuchs-Bewilligungen wenden Sie sich an kanzlei@veta.zh.ch oder 043 259 41 41.