Afrikanische Schweinepest

Warnschild Wildschwein - Afrikanische Schweinepest (ASP) © fotohansel - Fotolia

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende fieberhafte Viruserkrankung, die für Haus- und Wildschweine gleichermassen gefährlich ist. Die Mehrzahl der erkrankten Tiere stirbt innert zehn Tagen. Es gibt keine Impfung gegen die Krankheit. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Der Erreger kann durch direkten Tierkontakt übertragen werden. Er kann aber auch durch schweinefleischhaltige Produkte, kontaminierte Geräte oder Transportfahrzeuge verschleppt werden.

Alle, die Schweine halten, betreuen oder behandeln, müssen Verdachtsfälle sofort dem Bestandestierarzt oder der Bestandestierärztin melden.

Symptome der ASP

Je nach Verlaufsform unterscheiden sich die Symptome:

Akuter Verlauf: Hohes Fieber, plötzliche Todesfälle, Blauverfärbung der Ohrspitzen und Extremitäten, Blutungen auf der Haut.

Chronischer Verlauf: Unspezifische Krankheitssymptome wie therapieresistentes Fieber, Kümmern, Erbrechen, Durchfall, Fehl- und Totgeburten, schlechte Mastleistung, Hautrötungen und Blutungen, Husten und Atembeschwerden, gehäufte Infektionen mit Tierverlusten.

Bei diesen Symptomen muss sofort die Bestandestierärztin oder der Bestandestierarzt benachrichtigt werden, damit ein Seuchenverdacht abgeklärt werden kann.

Einschleppung verhindern
Um eine Einschleppung der Krankheit aus von der ASP betroffenen Regionen zu verhindern, sind verschiedene Vorsichtsmassnahmen einzuhalten:

  • Bringen Sie keinen Reiseproviant (Fleisch- und Wurstwaren) aus den betroffenen Gebieten mit.
  • Das Verfüttern von Küchenabfällen an Haus- und Wildschweine ist verboten.
  • Entsorgen Sie generell Speiseabfälle in verschlossenen Müllbehältern.
  • Bei Jagden in Ländern mit ASP befolgen Sie strikte Hygienemassnahmen (Reinigung der Jagdkleidung und Jagdgeräte). Verzichten Sie auf Jagdtrophäen.

Mehrsprachiges Faltblatt des BLV