Bienenkrankheiten

Honigwabe mit Bienen © kosolovskyy - Fotolia

Die Sauerbrut und die Faulbrut sind zwei zu bekämpfende Bienenseuchen. In beiden Fällen handelt es sich bei den Krankheitserregern um Bakterien. Sie befallen die Bienenlarven und bringen letztlich das ganze Bienenvolk zum Absterben. Krankheitsausbrüche und Verdachtsfälle müssen dem zuständigen Bieneninspektor zeitnah gemeldet werden (Meldepflicht).

Um befallene Stände wird ein Sperrgebiet eingerichtet. In diesem Sperrgebiet werden sämtliche Bienenstände kontrolliert. Die Sperrkreise werden in einer interaktiven Karte eingetragen. Das ermöglicht eine exakte, übersichtliche Lokalisation der gesperrten Bienenstände und der Sperrgebiete im ganzen Kanton. Die Ein- und Ausfuhr sowie das Verstellen von Bienen sind bis zur Aufhebung des Sperrgebiets verboten.

Varroatose

Bei der Varroatose handelt es sich um eine Milbenkrankheit der Bienen. Sie schädigt die Bienenbrut, macht sie anfällig für Brutkrankheiten und führt zu Missbildungen. Wird nichts gegen die Milbe unternommen, kann das befallene Volk eingehen.
Jeder Imker muss seine Völker intensiv auf Varroa-Befall überprüfen und die notwendigen Behandlungen vornehmen. Nur so können Bienenvölker gesund erhalten werden. Die Varroa-Merkblätter des Bienengesundheitsdienstes geben wertvolle Tipps.

Bienenvölker verstellen

Um die Verschleppung von Krankheiten zu verhindern, dürfen Bienen erst in einen anderen Inspektionskreis verbracht werden, nachdem dies der Bieneninspektorin oder dem Bieneninspektor des alten und des neuen Standorts gemeldet wurde. Strengstens verboten ist das Verstellen von Völkern aus einem Sperrkreis oder in einen Sperrkreis. Mit dem Formular «Meldungen, Mutation Bienenstände» können Sie anschliessend zeitnah Ihre Meldung beim Veterinäramt machen.